Green IT – Fördern statt fordern

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Mit der Farbe Grün assoziiert man die Ökologie, die Umwelt, also die natürlichen Gegebenheiten. Unsere Umwelt leidet heutzutage zunehmend unter humanen Einflüssen. Aufgrund von hohen Emissionen von Kohlenstoffdioxid wird die Erderwärmung begünstigt. Daher versuchen viele technische Projekte auch Umweltaspekte mit einzubeziehen. Ein solches Projekt ist Green IT!

Rechenzentren und Server verbrauchten 2008 rund 10,1 Terawattstunden Strom, 1,8 % Prozent des deutschen Gesamtverbrauchs und erzeugten hiermit ungefähr 1,1 Milliarden Euro Kosten. 2015 verbrauchte die gesamte IKT um die 60 Terawattstunden im Jahr, 2020 wird zudem ein Anstieg auf ca. 64 Terawattstunden prognostiziert. Durch ständig wachsende Datenmengen (Big Data) sowie bandbreitenintensive Anwendungen (z.B. HD-Streaming) ist damit zu rechnen, dass die Anforderungen an die technische Infrastruktur noch steigen. Wie dies so ressourcenschonend wie möglich realisiert werden kann, soll im Folgenden dargestellt werden.

Green IT umfasst Informations- und Kommunikationstechniken (IKT), die in ihrer Herstellung, ihrem Betrieb und ihrer Versorgung umwelt- und ressourcenschonender als herkömmliche IT-Produkte sind. Hier wird Technik effektiv genutzt, um im Sinne der Nachhaltigkeit die Umwelt zu entlasten.

Die Frage ist nun: Wie kann so etwas realisiert werden?

Die Hauptaufgabe für die Anwender liegt in der richtigen Anschaffung optimaler IT-Lösungen. Eine optimierte Klimatisierung der Serverräume mit energieeffizienten Klimaanlagen spart eine Menge Stromkosten ein und hilft mit senkendem Energiebedarf gleichzeitig der Umwelt. Mithilfe von Videokonferenzen können Dienstreisen überbrückt und somit sowohl Kosten eingespart als auch Emissionen vermindert werden. Bewegungsmelder in Büros erkennen, wann das Büro verlassen wird und schalten daraufhin die Geräte für einen senkenden Stromverbrauch in den Energiesparmodus. Angepasste Steuerungen helfen, den Energieverbrauch in Gebäuden auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen (z.B. Heizung, Licht, Lüftung). Mit intelligenten IT-Lösungen können Verkehrsstaus umgangen und die damit einhergehenden Umleitungen direkt berechnet werden, um somit Umwege und Leerfahrten zu vermeiden.

In vielen Bereichen gibt es vielfältige Möglichkeiten mit effizienter Technik und optimalen IT-Lösungen Geld einzusparen und gleichzeitig ökologisch zu handeln.

Green IT ist hierbei für jedermann interessant. Im Gegensatz zu vielen Bioprodukten in anderen Branchen wirkt sich der Einsatz von Green IT neben dem ökologisch guten Effekt zudem lukrativ auf das Unternehmen oder den Privatbenutzer aus. Das Einsparen von Kosten (z.B. Stromkosten, Benzin, Heizkosten usw.) steht hierbei eventuell kostbareren Anschaffungen benötigter Technikprodukten für optimalen IT-Lösungen entgegen. Auf langer Sicht rentiert sich dieser Kostenanfall aber und endet insbesondere aus Unternehmerperspektive häufig in einem positiven Umsatz.

Auch die Politik bemüht sich um Green-IT!

Seit 2008 ist ein EU-Verhaltenskodex zur Verbesserung der Energieeffizienz von Rechenzentren von der EU veröffentlicht. Bei diesem Kodex handelt es sich lediglich um eine Empfehlung, doch wird hier eine einheitliche Standardisierung jener Bertriebe von Rechenzentren mit Hinsicht auf den zunehmenden Energiebedarf angestrebt.

Deutschland ist in Green IT zudem sehr begünstigt, da unsere Ingenieure und Wissenschaftler zu den besten  der Welt gehören. IKT ist zudem der Innovationsmotor Nr.1, da wichtige Branchen, z.B. die Automobilindustrie, die Medizintechnik und die Logistik in Ihren Produkten und Prozessen vermehrt ITK einsetzen.

Schlussendlich stellt die IKT einen für die Zukunft wichtigen und nicht zu vernachlässigenden Themenbereich mit großen Innovationspotential dar, welcher in vielen zukünftigen Arbeitsumgebungen aus sowohl wirtschaftlichen, als auch ökologischen Gründen standardisiert sein sollte.